Bio
John Debowie ist ein Dungeon-Synth-Projekt, das im März 2020 in Mailand entstand — in den ersten Tagen des Lockdowns. Die frühesten Aufnahmen entstanden nachts, und alles Weitere entstand nachts: langsame Keyboards, lange Halls, ein Zimmer im Obergeschoss und die lautlose Stadt ringsum.
Ein autonomer Weg, ohne direkte Vorbilder oder Schule. Nur Zuhören und Üben. In der suspendierten Stille jener Tage fand die Leidenschaft ihren Raum und begann sich zu setzen.
Das Projekt wurzelt in einer langen, nie abgebrochenen Leidenschaft für Fantasy-Tabletop-Spiele — ein Terrain, das er von innen kennt und heute noch bewohnt: Spiele, die er zum reinen Vergnügen entwirft. Jede Veröffentlichung ist ein Abstieg: eine Quest, ein Zyklus, eine Ebene tiefer. Die Musik und der Spieltisch sind derselbe Ort, aus zwei verschiedenen Winkeln betrachtet.
Ein Bildraum geht allem voraus — und erklärt vielleicht vieles. Piranesis Carceri d'Invenzione: Galerien ohne Ausgang, Treppen, die ins Nichts führen, Bögen über Bögen über Bögen. Gefängnisse, in denen nie jemand lebte, Räume, die nur existieren, um zu existieren. Es waren Dungeons, bevor das Wort dafür existierte.
Die Cover wechseln das Bildprogramm von Veröffentlichung zu Veröffentlichung. Ein roter Faden durchzieht sie alle, auch wenn er nicht sofort sichtbar ist: der Raum zählt mehr als der Charakter. Architekturen, Schwellen, Tiefe.
Das Projekt erscheint auf JDREC Productions, in nummerierten Auflagen. Kassette, CD, digital auf Bandcamp. Vinyl kommt, wenn es kommt — für die Veröffentlichungen, die es verdienen.
Die Arbeit geschieht nachts, langsam. Stille gilt so viel wie die Tastatur: sie ist ein Material, keine Abwesenheit. Jede Veröffentlichung schließt sich auf sich selbst, bevor die nächste beginnt — nie werden zwei gleichzeitig aufgenommen.
Setup & Einflüsse
Aufgenommen wird nachts, in einem einzigen Zimmer im Obergeschoss einer Mailänder Wohnung. Das Setup stützt sich auf analoge und digitale Synthesizer, bandsaturierte Drohnen, lange Raumhalls und minimale Nachbearbeitung. Das Rauschen des Kassettenmaterials ist kein Fehler — es gehört zur Partitur.
Auf den ersten Blick durchquert der Sound den Dungeon-Synth-Kanon und die 8‑Bit/16‑Bit-Videospiel-Soundtracks, aber meine eigentlichen musikalischen Einflüsse sind Ennio Morricone, Vangelis, Giorgio Moroder, John Carpenter, Wojciech Golczewski und Ogre Sound. Das architektonische Vokabular stammt eher aus Piranesis Carceri als aus irgendeiner musikalischen Referenz: Tiefe, Schwellen, Wiederholung.
Diskographie
Sieben Kassetten-Veröffentlichungen auf JDREC Productions, chronologisch:
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