JOHN
DEBOWIE
KOMPONIST · MAILAND · 1979—
Musik für Dungeon-Korridore, kerzenbeschienene Katakomben und analoge Bedrohung.
MELDUNG
John Debowie ist ein Dungeon-Synth-Projekt, das im März 2020 in Mailand entstand — in den ersten Tagen des Lockdowns. Die frühesten Aufnahmen entstanden nachts, und alles Weitere entstand nachts: langsame Keyboards, lange Halls, ein Zimmer im Obergeschoss und die lautlose Stadt ringsum.
Keine Schule, kein Lehrer, keine musikalische Vorbildung. Nur Zuhören und Üben. Die Leidenschaft allein war genug.
Das Projekt wurzelt in einer langen, nie abgebrochenen Leidenschaft für Pen-&-Paper- und Brettspiele — ein Terrain, das er von innen kennt und heute noch bewohnt: Spiele, die er zum reinen Vergnügen entwirft. Jede Veröffentlichung ist ein Abstieg: eine Quest, ein Zyklus, eine Ebene tiefer. Musik und Spieltisch sind derselbe Ort, aus zwei verschiedenen Winkeln betrachtet.
Ein Bildraum geht allem voraus — und erklärt vielleicht vieles. Piranesis Carceri d'Invenzione: Galerien ohne Ausgang, Treppen, die ins Nichts führen, Bögen über Bögen über Bögen. Gefängnisse, in denen nie jemand lebte, Räume, die nur existieren, um zu existieren. Es waren Dungeons, bevor das Wort dafür existierte.
Die Cover wechseln das Bildprogramm von Veröffentlichung zu Veröffentlichung. Ein roter Faden durchzieht sie alle, auch wenn er nicht sofort sichtbar ist: der Raum zählt mehr als der Charakter. Architekturen, Schwellen, Tiefe.
Das Projekt erscheint auf JDREC Productions, in nummerierten Auflagen. Kassette, CD, digital auf Bandcamp. Vinyl kommt, wenn es kommt — für die Veröffentlichungen, die es verdienen.
Die Arbeit geschieht nachts, langsam. Stille gilt so viel wie die Tastatur: sie ist ein Material, keine Abwesenheit. Jede Veröffentlichung schließt sich auf sich selbst, bevor die nächste beginnt — nie werden zwei gleichzeitig aufgenommen.
DISKOGRAPHIE
ANDERSWO HÖREN
Die Veröffentlichungen finden sich auf den Kanälen unten.